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Die bestverdienenden Reiter 2025: drei Disziplinen, drei Geschäftsmodelle

Veröffentlicht am 20 Jan 2026
©FEI/Benjamin Clark - Scott Brash & Folie de Nantuel

Die bestverdienenden Reiter des Jahres 2025: drei Disziplinen, drei Wirtschaftsmodelle

Hippomundo hat die Einkünfte der 30 bestverdienenden Reiter in den Disziplinen Springreiten, Dressur und Vielseitigkeit für das Jahr 2025 analysiert. Die Zahlen zeigen nicht nur, wer im Sport erfolgreich ist, sondern offenbaren auch die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Strukturen der einzelnen Disziplinen. Obwohl alle drei Disziplinen international ausgeübt werden, unterscheiden sie sich stark in Bezug auf Umfang, Verdienstmöglichkeiten und Einkommensverteilung.

Springreiten: Größe, Volumen und internationale Dominanz

Die Disziplin Springreiten bestätigt ihren Status als wirtschaftlicher Motor des Pferdesports. Die 30 besten Springreiter erzielen Einnahmen, die um ein Vielfaches höher sind als die in Dressur und Vielseitigkeit.

Wichtige Trends:

  • Sehr hohe Gesamteinnahmen an der Spitze, wobei mehrere Reiter mehr als 2 Millionen Euro verdienen.

  • Große Anzahl von Pferden pro Reiter (oft 10 bis mehr als 20 Pferde).

  • Starker Zusammenhang zwischen Pferdebestand und Einnahmen.

  • Dominanz von Reitern aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA.

Die Rangliste wird von Reitern angeführt, die in großen, professionell strukturierten Ställen tätig sind. Ihr Einkommen resultiert nicht nur aus Preisgeldern, sondern auch aus der kontinuierlichen Teilnahme auf höchstem internationalem Niveau.

Auffällig ist, dass die durchschnittliche Rendite pro Pferd relativ geringer ist als in der Dressur, was jedoch durch das Volumen und die Häufigkeit der Starts mehr als ausgeglichen wird. Das Springreiten folgt eindeutig einem Geschäftsmodell mit hohem Volumen.

Platz Reiter Gewinn Anzahl Pferde
1 Scott Brash 3.516.868 € 8
2 Kent Farrington 2.473.232 € 9
3 Simon Delestre 2.006.925 € 13
4 Gilles Thomas 1.999.562 € 17
5 Yuri Mansur 1.741.666 € 22
6 Emanuele Gaudiano 1.661.746 € 13
7 Laura Kraut 1.614.241 € 11
8 Christian Kukuk 1.602.414 € 11
9 Peder Fredricson 1.469.087 € 11
10 Richard Vogel 1.410.052 € 28
Zertifiziert durch Hippomundo © 2026

Dressur: weniger Pferde, höhere Effizienz

Die Dressur-Rangliste zeigt ein grundlegend anderes Profil. Die Gesamteinnahmen sind in absoluten Zahlen geringer, aber die Effizienz pro Pferd ist bemerkenswert hoch.

Wesentliche Merkmale

  • Deutlich weniger Pferde pro Reiter (oft 1 bis 3)

  • Hohe Gewinn- und Platzierungsquoten

  • Größere Abhängigkeit von Spitzenkombinationen

  • Starke Präsenz westeuropäischer Reiter, insbesondere aus Deutschland, den Niederlanden und Dänemark

In der Dressur kann ein einziges außergewöhnliches Pferd eine Karriere und eine Einnahmequelle bestimmen. Die Einnahmen sind konzentrierter und weniger diversifiziert als im Springreiten. Dies macht die Disziplin wirtschaftlich anfälliger, aber auch leistungsstark pro Kombination.

Die Dressur funktioniert eindeutig als hochpräzises Modell: weniger Pferde, weniger Starts, aber maximaler Wert pro Auftritt.

Platz Reiter Gewinn Anzahl Pferde
1 Isabell Werth 262.035 € 7
2 Justin Verboomen 221.574 € 2
3 Charlotte Fry 149.857 € 8
4 Isabel Freese 127.303 € 1
5 Cathrine Laudrup-Dufour 124.289 € 2
6 Patrik Kittel 117.753 € 5
7 Becky Moody 112.957 € 3
8 Sandra Sysojeva 108.424 € 2
9 Frederic Wandres 107.385 € 3
10 Matthias Alexander Rath 104.011 € 2
Zertifiziert durch Hippomundo © 2026

Vielseitigkeitsreiten: sportliche Intensität, begrenzte Verdienstmöglichkeiten

Das Vielseitigkeitsreiten rangiert trotz der hohen sportlichen und körperlichen Anforderungen dieser Disziplin in Bezug auf die Verdienstmöglichkeiten an letzter Stelle.

Charakteristische Trends:

  • Geringere Gesamteinnahmen innerhalb der Top 30

  • Begrenzte Anzahl von Pferden pro Reiter (in der Regel 5 bis 10)

  • Weniger internationale Wettbewerbe mit hohen Preisgeldern

  • Starke Vertretung von Reitern aus dem Vereinigten Königreich, Irland und den USA

Obwohl Vielseitigkeitsreiter oft sehr konstante Leistungen erbringen und hohe Platzierungsquoten erzielen, bleibt die wirtschaftliche Obergrenze der Disziplin deutlich niedriger. Das Einkommen hängt stärker von Meisterschaften und einer begrenzten Anzahl von Großveranstaltungen ab.

Die Vielseitigkeit bleibt daher in erster Linie eine sportorientierte Disziplin, in der Leidenschaft und Leistung gegenüber dem finanziellen Ertrag überwiegen.

Platz Reiter Gewinn Anzahl Pferde
1 Rosalind Canter 325.238 € 5
2 Boyd Martin 260.955 € 12
3 Harry Meade 250.424 € 9
4 Tim Price 153.010 € 11
5 Michael Jung 148.740 € 6
6 Austin O'Connor 130.765 € 6
7 Tom McEwen 101.262 € 8
8 Felix Vogg 97.742 € 8
9 William Coleman 96.748 € 7
10 Oliver Townend 85.065 € 4
Zertifiziert durch Hippomundo © 2026

Vergleich zwischen den Disziplinen

Disziplin Verdienst Anzahl Pferde Modell
Springen Sehr hoch Hoch Volumen und Umfang
Dressur Mittel Niedrig Effizienz pro Kombination
Vielseitigkeit Niedriger Mittel Beständigkeit und Meisterschaften

Die Zahlen zeigen deutlich, dass jede Disziplin ihr eigenes wirtschaftliches Ökosystem hat:

  • Das Springreiten wächst durch Umfang und Internationalisierung.
  • Die Dressur maximiert den Wert pro Pferd.
  • Die Vielseitigkeit bleibt sportlich intensiv, ist aber finanziell begrenzter.

Fazit

Das Hippomundo-Ranking von 2025 macht deutlich, dass das Einkommen im Pferdesport nicht allein vom sportlichen Erfolg abhängt, sondern auch von Struktur, Disziplin und Strategie. Während das Springreiten auf Volumen und globalen Turnieren basiert, dreht sich die Dressur um außergewöhnliche Kombinationen und Präzision. Die Vielseitigkeit bleibt die anspruchsvollste Disziplin, aber mit der geringsten finanziellen Rendite.

Durch die Zentralisierung dieser Daten zeigt Hippomundo nicht nur, wer gewinnt, sondern vor allem, wie und warum innerhalb jeder Disziplin Einnahmen generiert werden.